Session-Workshops mit Matthias Branschke, Vivien Zeller und Merit Zloch 

im Januar, Februar und März 2010


Im Zusammenhang mit der derzeitigen Diskussion zur Neubelebung der Session im Spreeboden ist es SpreeFolk gelungen, für eine Reihe von Kurz-Workshops erfahrene Folk-Musiker zu gewinnen, die bereit sind, interessierten Teilnehmern ihre Erfahrungen zu sinnvollem 'Session-Verhalten' nach unterschiedlichen Aspekten zu vermitteln. Letztere umfassen die vertrauten Fragestellungen:

"Wie bringe ich mein Instrument/mein Stück in die Session ein?"

"Wie spielen wir möglichst 'tanzbar'?"

"Wie können wir unser Stück musikalisch entwickeln?"

In etwa fokussieren die Kurz-Workshops einen dieser Aspekte, vgl. die Kursbeschreibungen weiter unten. Von den Dozenten sind ähnliche Workshops schon bei anderen Gelegenheiten durchgeführt worden (so beim KlangRauschTreffen in Hösseringen, bei Pipen un Lyren in Schwerin etc.).

Bei den Workshops sind alle Instrumente willkommen, mit denen Musik zum Tanzen gemacht werden soll, jedes Niveau an Spielfähigkeit ist gefragt, außer reine Anfänger. Um die Organisation der Kurse auf ein Minimum beschränken zu können, wird folgender Rahmen festgelegt:

- es gibt keine Voranmeldungen, entscheidend ist das (rechtzeitige) Erscheinen zu den gewählten Kursen 

- die Teilnahme-Gebühr pro Kurs beträgt 15 €; 

- der Kurs findet ab vier Teilnehmern statt; sollten weniger Teilnehmer erscheinen, steht es diesen frei, zusammen eine Mindestsumme von 60 € aufzubringen. 

Wir weisen an dieser Stelle auch auf den Wochenend-Kurs von Jan Budweis und Bettina Wunderlich hin (Näheres über den Folkstanzkalender).


Im einzelnen sind folgende Workshops vorgesehen:



21. Januar, Spreeboden, 20.30 Uhr

Matthias Branschke 

Tricks für den optimalen Sessionkick - session support 

Wie halte ich eine session am Laufen? Welche Stücke sollte ich überhaupt "anreißen"? Wie stimme ich mein Instrument in einer session? Wie komme ich in unbekannte Stücke hinein? Auf diese und andere spannende Fragen hält dieser crashkurs Antworten bereit. Natürlich wird alles auch gleich unter real-live-Bedingungen erprobt! 



25. Februar, Spreeboden, 20.30 Uhr

Vivien Zeller 

Was macht den Walzer zum Walzer - ein Einblick in die Welt der Tanzgrooves 

Tanzmusik? Da spielt man doch einfach die Melodie, oder? Warum ist DAS Walzer und DAS Mazurka? Wie ist das eigentlich mit dem groove? Jeder Tanz hat seine spezifischen musikalischen rhytmischen Merkmale und Besonderheiten. Wir werden die verschiedenen Stilistiken und Klangfarben herausarbeiten und auf dem Instrument umsetzen, damit der Schottisch groovt und der Walzer dreht. 



25. März, Spreeboden, 20.30 Uhr

Merit Zloch 

Alchemie der Klänge - über die Hexerei des Zusammenspiels 

Klangfarbe, riff, Tonartwechsel, hookline, groove..... Wir werden zusammen entdecken, wie man mit einfachen, aber wirkungsvollen Tricks, die oft schon in den Melodien verborgen liegen, Musik zum Grooven und Spannung ins Spiel bringt und sich selbst und das Publikum verzaubert und überrascht. Der musikalische Dialog und das gemeinsame kreative Experimentieren und Ausprobieren spielen dabei eine wichtige Rolle.



Ergänzt werden diese Session-Kurse durch eine Veranstaltung zum Repertoire: 


4. Februar, Spreeboden, 20.30 Uhr

Merit Zloch/Matthias Branschke

Mögen die Quellen fließen!

Dieser Kurzvortrag soll einen ersten Einblick in die faszinierende und vielfältige Welt der Tanzmusikquellen des deutschsprachigen Raumes geben. Den Teilnehmern wird ermöglicht, eigenständig neues Repertoire zu finden -  in leicht erhältlichen Notenheften, in Reprintausgaben oder  - für die Unternehmungslustigeren - gar in den Originalen in Bibliotheken und Archiven.

Damit das Ganze nicht nur graue Theorie bleibt, folgt ein ca. 1stündiger Repertoirekurs mit inzwischen in sessions etablierten und beliebten Stücken aus Deutschland und Österreich verschiedener Schwierigkeitsstufen.



(für SpreeFolk:)  

Michael Grabski, 14. Dezember 2009